Es lebt natürlich weiter. Im Internet gibt es keinen . Weil es dort kein Leben gibt. Aber das ist vermutlich zu hoch, wie für noch jungen kleinen Geister, die sich gerne Dramafragen stellen und Pseudo-Probleme lösen. Wenn diese jungen Menschen sich dann noch versehentlich in einer Redaktion wiederfinden, enstehen Fragen wie: „Was passiert mit meinem digitalen Ich nach dem ?“

Wie gut, dass es ZDFneo gibt, denn hier treibt man die Sache auf die Spitze. Natürlich will man den jungen Menschen in nur helfen und wirft diese Frage den Usern zum Fraß vor. Die User sollen das Todesproblem bemeinen und vertaggen, beposten und zertratschen. Natürlich findet die Redaktion ein paar Beispiele und tritt sie breit. Unerträglich.

Es ist halt eine virtuelle Welt, die sich ganz eigene Probleme schafft. Und sie natürlich löst. Mit Infos. Also gar nicht.

wenn jemand aus deinem Umfeld stirbt, dann sind die Social-Media-Profile das Allerletzte an das ich denke. Ist mir doch scheiß egal, was mit dem Facebook-Mist geschieht. Ich werde doch nicht so blöd sein und Facebook, eBay, Google oder Amazon eine (kostenpflichtige) Todesurkunde nach Amerika schicken, damit die mich mir Trauertrost und was weiß nicht besser bewerben können. Soll doch das Profil verschimmeln. Sollen die doch denken, dass ihr treuer User noch lebt. Wo ist das Problem?

Ich muss mit meiner Trauer leben. Ich muss mich um mein Dasein und meine Lieben kümmern. Und nicht um Facebook-Profile. Die rutschen sowie nach hinten und werden irgendwann eingestellt. Einfreunden reicht, um nicht mehr schmerzlich erinnert zu werden, an den lieben Menschen, den ich so schmerzlich vermisse.

Aber das ich einen Bockmist verzapfe wie dieses Video könnte ich mir in meinen schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen. Diese Anbiederei ist unerträglich. Aber so ist das mit dem Internet. Ein schönes Beispiel dafür, welches Niveau in den „sozialen Netzwerken“ herrscht. Bitteschön.


Bambule – Was passiert mit meinem digitalen Ich nach dem Tod? – ZDFneo

Foto: Sam Howzit

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