Mit Big Five meint man eigentlich Afrikas markanteste Tierarten, die sich besonders gut zum Jagen eignen: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Mit Big Five im Internet ist es umgekehrt, da meint man die Firmenriesen, die die User jagen. Gemeint sind die erfolg-reichsten Internet-Unternehmen der Welt, nahezu allesamt aus den USA. The Scheiße Big Five in World Wide Web sind natürlich mehr. Mindestens 8.

Alle Big Five oder Big 8 haben Gemeinsamkeiten. Alle machen ihre gigantischen Vermögen im Internet. Alle haben Dreck am Stecken. Alle sind Scheiße. Alle bescheißen den Staat, umgehen Gesetze, beuten die User und/oder ihre Mitarbeiter aus, missbrauchen das Vertrauen, dass man ihnen seit Jahren entgegenbringt, sind vollkommen intransparent und extrem kapitalistisch. Mitbestimmung, Gewerkschaften, Großzügigkeit kennen sie nicht. Sie kennen nur zwei Dinge: Wachstum und Profit. Dabei scheißen sie auf alles – auch, wenn das manchmal anderes aussieht. Denn neben Turbo-Kapitalismus können sie eins besonders gut: PR-Arbeit – die Kunst der Blendnung und schamlosen Schönrednerei.

Bei allen gilt außerdem: Sie wollen alle nur dein Bestes! Nicht nur deine Daten, die auch. Sie wollen aber vor allem natürlich dein Geld!

Amazon
Massive Ausbeutung der Mitarbeiter, vor allem der LagerarbeiterInnen. Vom vielbeschworenen Mythos Long Tail im Internet profitiert vor allem dieser alte Buchhändler. Versucht die Kunden mit seinen blöden Kindle-Geräten zu 100% an sich zu binden. Finger weg von den eBooks mit dem eigenen Format.

Apple
Wucher. Ausbeutung in der 3. Welt und vollkommen nutzlos. Nach fünf Jahren sind die überteuerten Geräte veraltet, nicht mehr update fähig und zerlegen sich selbst. Man soll ein neues Gerät kaufen. Wegen des Predige. Also der Steinzeit in den Köpfen der Männer.


Korruption durch User-Bestechung fürs Stillhalten beim Aussaugen. User haben keinerlei Rechte. Nahezu alle Geschäftstreibende im Internet sind abhängig von Google und dessen Goodwill. Google selbst stellt die Regeln auf nache denen das Web gefälligst zu funktionieren hat. Insgesamt mehr als sehr beängstigend.


Gute Idee zugrunde gerichtet. Die Website als Anbieter nahezu unbedienbar und dabei ist man auch noch stets durch Abmahnanwälte bedroht. Vielen Dank für den Schrott.

Microsoft
Hat sehr lange die Entwicklung des Internets durch den IE behindert. Glänzt seit Jahren durch Knebelverträge für Unternehmen u.a. durch Office-Suite.

/Flickr
Verschläft jahrelang in aller Ruhe die Entwicklung des Internets, bis sie die blödeste Kuh vom eis holen und ihr den Laden vor die Füße schmeissen. Anbiederei. Sie soll es richten. Und tut es u.a. mit dem Missbrauch von User-Vertrauen, einem gigantisch schlechten Layout für FLICKR und dem dillettantischten Redesign der Webgeschichte. Ohne Rücksicht auf Verluste. Herzlichen Glückwunsch.


User haben keine Rechte. Intransparent. Autoritär. Repressiv. Es ist ein Netz im Netz und betrügt die Nutzer nach Strich und Faden was Datenschutz, sinvolle Funktionen und die wahren Absichten der Plattform angeht. Das Internet ist viel mehr und viel größer als Facebook. Aber es besteht hier kein Interesse daran, die Nutzer autark agieren zu lassen. Beispielsweise werden keine Profil gelöscht. Da muss man schon einen Anwalt bemühen.

United Internet/1&1/Web.de/GMX/sedo (Germany)
Ausbeutung pur. Massiver Profit für Deutschlands einzigen Internet-Millardär United-Internet-Chef Ralph Dommermuth – den Besitzer. Dienste unbrauchbar und vollkommen überteuert. Service Wüste, sehr kalt und anonym. Sämtlich Dienst bekommt man woanders besser und günstiger, aber mit einem gigantischen Werbebudget wird dem Laien keine Chance gelassen. Es weiß es nicht besser und lässt sich in die Knebelverträge zwingen. Das nennt sich „erfolgreich“. Ein Unternehmer ist dann erfolgreich, wenn er skrupellos täuscht und ausbeutet. Mahlzeit.

Da ist mir ein halbkrimineller Kim Schmidts alias Kim Dotcom schon viel lieber. Der ist ehrlich in einer Unternehmertätigkeit. Er legt sich als einer der wenigen mit den großen der Branche, den Big Five des WWW an und nervt. Allein dafür muss man ihm Respekt zollen. Er wollte reich werden und hat es geschafft. Mehr nicht. Er giert nach Anerkennung und zieht sein Dinge durch. So wie die anderen Big Five des Internets. Nur, dass er der Buhmann ist. Und ich bin ganz sicher: Wir brauchen mehr Buhmänner wie Kim Dotcom!

Foto: Statista

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