Es gibt wirklich Schlimmers. Muslime für Frieden war vor ein paar Tagen -Trend und löste kurzfristig den #Aufschrei-Trend dort ab. Wie das zustande kam, spielt keine Rolle. Wichtig erscheint mir nur, dass das Sozial Netzwerk wieder für eine Imagekampagne genutzt wurde. In diesem Fall von in Deutschland lebenden Muslimen, die ihr nachvollziehbar schlechtes „Gesamt- und Stimmungsbild bzw. den Gesamteindruck“ etwas aufpolieren wollten. Die Außendarstellung des Islamischen Glaubens ist durch Selbstmordattentäter, Gotteskrieger und Dschihadisten, die Revolutionwächter, die Hisbollah und Taliban, die Saudis und Moslembrüder und die Hamas, die rigide türkische Gerichtsbarkeit, die Scharia, die Auspeitschungen, Steinigungen, Enthauptungen, Verschleierungen, Beschneidungen, Glaubenskriege und Attentate überschatten. Da die Mehrheit der gläubigen Moslems mit Gewalt und Intoleranz nichts am Hut hat, trifft man sich mit dem Smartphone auf und bekundet seine Friedfertigkeit: Muslime für Frieden.

Natürlich: Hab nichts gegen Muslime. Ich mag die Türken und zähle sie zu meinen Freunden. Aber ich habe etwas gegen Religion. Dabei ist es herzlich egal, ob es sich um Christen, Muslime, Juden oder Buddhisten handelt. Wobei mir letztere noch am sympatistschen sind. Denn ich halte Religion für eine furchtbare Geissel der Menschheit. Sie hält die Menschen in Abhängigkeit, Unmündigkeit und im Unwissen. Sie ist es, die organisierte Religion, die wir weiter zurückdrängen müssen. Vor allem aus den Staatsgeschäften. Die vollständige, saubere Trennung von Staat und Kirche (Laizismus) ist auch im modernen Deutschland noch nicht zu 100% vollzogen.

Die meisten muslimischen Staat sind davon jedoch, so scheint es, Jahrhunderte entfernt. Hier finden wir immer noch Theokratien neben feudalen Systemen, scheußliche Diktaturen und chaotische, ja rückständige einigermaßen freie Gesellschaften. Und an vielen Ecken herrscht Krieg. Von der Unterdrückung der Frauen ganz zu schweigen.


Nun haben natürlich alle Gläubigen Menschen in Deutschland Schulbildung genossen und zumindest in diesem Rahmen von der Evolution gehört. Aber sie haben sich noch kein Buch darüber studiert. Ihre heiligen Bücher, religiöse und erbauliche Schriften aber scheinen sie zur Genüge gelesen zu haben. Außerdem sind sie von Kindheit an mit dem religiösen Gift konfrontiert gewesen. Deshalb gehen ich davon aus, dass die allermeisten Christen, Moslems, Juden und Buddhisten noch kein Werk über Evolution, Genetik, „Darwinismus“ durchgearbeitet oder in ähnlich religionskritischen Schriften geblättert haben. Dawkins zum Beispiel. Also hat man keine gemeinsame Diskussionsgrundlage und ein Wissensgefälle.

Wach auf. Da ist kein Himmel, in den der kleine Junge kommt, weil er sich gut betragen hat.

Ich kann das sagen, weil ich das durch habe. Ich bin getauft, konfirmiert, habe als Kind abends gebetet, habe die Bibel und viele andere religiöse Schriften gelesen. Ich bin dann abgedriftet in die Esoterik und habe dort meine Erfahrungen gemacht, mit Traumdeutern, Heilern, Hellsehern, Auraarbeiterinnen, Edelsteinen, Homöopathie und Chaneling. Hat alles nichts geholfen, denn am Ende wurden meine Fragen nicht beantwortet. In der Evolutionstheorie – die keine wirkliche „Theorie“ sondern eine Tatsache ist – schon. Sie, die Verhaltensbiologie, die Genetik und die Hirnforschung schon. Sie haben die meisten meiner Fragen beantwortet.

Und so fühlte ich mich bemüßigt den Muslimen für Frieden auf Twitter eine Botschaft zu schicken. Ist aber auch gemein. Ich schrieb:

Muslime für Frieden? Kill religion.

Glauben Sie nicht alles. Studieren Sie die Evolution. Religion ist nicht wichtig, eher rückständig, hinderlich. Muslime für Frieden.

Es dauerte auch nicht lange und die ersten Reaktionen trudelten ein. Na gut, es waren zwei muslimische Twitterer, die reagierten. Dies aber prompt. Man wollte sofort mit mir eine Diskussion anstrengen, die auf Twitter natürlich unmöglich ist. Hat sich nur offenbar noch nicht rumgesprochen.

Jedenfalls wurden gleich standesgemäß die Keulen rausgeholt: Der Atheismus hätte mehr Menschen umgebracht uns so weiter. „Stalin, Mao, Pol Pot, der Humanismus der DDR und ihrer Stasi, sowie heutige Diktaturen wie Nordkorea. ALLES ANTITHEISTEN!“ schrieb man mir. Aber was soll ich mit diesem Scheinargument anfangen, selbst wenn es wahr wäre? Halte ich etwa die Meuchelmördern unter den religiösen Fanatiker als Argument für meinen mehr als berechtigten Gotteszweifel bereit? Wozu soll das gut sein? Als würde der Glaube an Gott jemanden vom Töten abhalten!

Vertragt euch Christen und Muslime und gebt endlich Ruhe. Und vor allem: Lasst die anderen in Frieden!

Nein, es sind offenbar gelernte Argumente. Wer das man mitbekommen hat, wie das abläuft, der weiß Bescheid. Es sind immer die selben Argumente und sie werden den Gläubigen von den Imamen und ihren Helfern beigebracht. Seltsamerweise ist das bei den Christen genauso. In jeder Diskussion über IHREN Gottesglauben, tauchen die schrecklichen Massenmörder der neueren Geschichte auf. Aber wir wollen auf dieser Ebene nicht diskutieren. Wir könnten sonst fragen, weshalb Gott das überhaupt zulässt. Und könnten kurz einen Blick unter dem Aspekt Gefressen und Gefressen werden ins Tierreich werfen. Was da an absoluter Grausamkeit in jedem Moment seit Jahrmillionen abläuft, an Schmerz und Leid, ist für den menschelichen Geist geradzu unvollstellbar. Die Wesen werden bei lebendigem Leib gefressen und mit fiestesten Methoden zu Beute gemacht. Bestialisch. Das kann nur einem kranken GEIST entsprungen sein. Aber, so wollen wir vor allem auf Twitter nicht argumentieren.

Aber irgendwie musste ich darauf eingehen. Nach einigen Tweets kam dann: „Ahmadi Muslime glauben fest an die Evolution und an einen freien Geist.“ Es war die Antwort auf meine Feststellung, dass die Religion i.d.R. von Kindheit an eingeübt wird und eine Art Geirnwäsche sei, wobei der einzelne gar keine Chance hat, dem zu entkommen und frei zu wählen. Das kennen wir aber schon von unseren beiden christlichen Konfessionen. Man erkennt die Evolution als Tatsache an, weil es nichts kostet. Weil man eh nicht um die Tatsachen drumherum kommt, braucht man sich ja noch lange nicht mit den Konsequenzen der Aufklärung WIRKLICH auseinander setzen. Eine hohle Phrase also. Genau wie: „Nicht-Religion ist ebenfalls Gehirnwäsche pur. Und ob Sie es sehen, oder nicht, ändert nichts an der Realität.“

Wie will man hier das Argument anbringen, dass der Skeptizismus lediglich Beweise einfordert, die von jedem jederzeit nachzuvollziehen sind. Bei Gehirnwäsche ist das folgerichtig ausgeschlossen. Man kommt nie wirklich auf die Idee, dass irgendetwas anders wäre, als die sog. „heiligen Schriften“ behaupteten.

Und es sieht so aus, als hätte man noch nie von Placebos gehört und wie machvoll die menschliche Fantasie ist. Das Gehirn kann Dinge sehen, die es sich einbildet und die nicht real sind. Das ist eine der wesentlichen Funktionen des Gehirn und eine seiner leichtesten Übungen. Die wird in den Glauben natürlich nicht mit eingerechnet. Genauso wenig wie der Prozess der Aufklärung. Denn sämtliche „heiligen Bücher“ stammen aus einer Zeit, als man von Evolution und der Entstehung des Lebens noch gar nichst wusste. Und die sollen immer noch gelten? Weshalb? Was ist die Funktion von Religion? Wozu soll Glauben gut sein? Und glaubt man wirklich über diese Twitter-Aktion Muslime für Frieden andere Menschen zu erreichen, als man eh schon mit Newslettererteiler hat? Oder ist das eine Missionierungsaktion auf Twitter?

Irgendwann führen sie auch noch Einstein ins Feld und behauptet, dieser weltberühmte Wissenschaftler und Nobelpreisträger, wäre, wie sie selbst, ein Gottesgläubiger gewesen. Einen Beweis bleiben sie schuldig. Sie legen sich das einfach zurecht, ohne genau hinzusehen, ohne sich mit dem Mann wirklich auseinanderzusetzen, ohne darauf zu achten, ob ihre wilde Behaupt überhaupt passt und angemessen ist. Aber darum geht es auch nicht. Dieses Argument stammt aus einer gefälligen Sammlung ähnlicher Überzeugungen, die in den Moscheen dafür herhalten müssen, dass man auf der richtigen, rechtgläubigen Seite … sitzt.

Was aber hat der Wissenschaftler alles Wissenschaftler (im Aussehen zumindest), Albert Einstein zu den Sache mit „Gott“ tatsächlich gesagt:
„Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht eintebilden. Auch ein Individuum, das seinen körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht denken; mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egoismus solche Gedanken nähren.“
Und: „Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann (für mich) etwas daran ändern.“

Jedenfalls bleibt festzuhalten, dass man mit Gläubigen nicht wirklich über ihren Glauben diskutieren kann. Das liegt in der Natur der Sache und auf der Hand. Sie haben weder ihren Glauben ausreichend reflektiert, noch verfügen sie über angemessene Informationen. Denn darum geht es ihnen auch nicht. Sie zäumen das Pferd von hinten auf und das funktioniert eben nicht. Da sie glauben WOLLEN, suchen sie nach Argumente dafür, dass sie recht haben. Nicht ergebnisoffen, wie das für neugierige, frei Forscher selbstverständlich ist. Wir alle sollten Forscher sein und uns selbst kennen lernen. Das ist der Kern des Ganzen. Doch:

Mit religiösen, unaufgeklärten Menschen kann man die Gottesfrage und den „Atheismus“ nicht diskutieren. Ihre Antworten sind unumstößlich.

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