Der Anschlag in Las Vegas hinterlässt Trauer und Entsetzen, zerstörte Familien, Leben und Lieben. Wir fragen uns, warum und wie das geschehen konnte. Und woher der Massenmörder seine vielen automatischen Waffen hatte. Verschärfungen der Waffengesetze werden jetzt befürchte und gleichzeitg ein Run auf die Waffengeschäfte, bevor es zu spät ist. Das treibt die Aktien der Waffenhersteller hoch, denn das Zocken an der Börse will von Angst und Elend der Menschen profitieren. Ohne Rücksicht auf irgendwas.

„Hintergrund dürften Spekulationen auf eine mögliche Verschärfung der Waffengesetze sein, wie sie immer wieder nach solchen Vorfällen in den Vereinigten Staaten aufkommen. Anleger rechnen dann damit, dass der Absatz kurzfristig steigt, weil die Bürger einen Waffenkauf vorziehen.“
Heißt es in FAZ Online unter dem Titel Waffenhersteller-Aktien steigen nach Todesschüssen

Wie funktioniert eigentlich Zocken an der Börse? Zunächst mal darfst du weder Skrupel haben, noch eine #Ethik, an der sich dein Handeln orientiert. Du hast nur eins im Auge: Dollernoten oder Euronen. Dein Interesse ist deine Gier, dein Sicherheitsbedürfnis, dein mickriges Selbstbewusstsein auf #Kosten anderer aufzublasen. Du denkst nur an deinen Gewinn, alles kreist nur um dein Interesse. Das ist der Kitzel: Schnell viel Geld verdienen. Darauf setzt du. In diesem Fall ist dir der Zusammenhang, das Unglück der betroffenen Familien schnurzpiepe. Hilft ja auch nichts, du kannst eh nix machen, kennst weder die Familien, noch kannst du die Gesetze ändern. Du könntest zwar auf die Straße gehen und die Waffenlobbisten an den Haaren aus ihren Löchern ziehen. Aber dazu bist du zu müde. Auf die Idee kommst du gar nicht, wenn du deine verdammte Zockersoftware hochfährst. Du willst gewinnen, du willst mitmischen, willst scheißen auf die anderen, die Kleingeister, wenn du die eigene Großkotzigkeit deiner #-Genialität, deiner Siegermentalität, deiner Kindergarten-Geschäftsmann-Attitüde endlich belegen kannst.

Oder anderes formuliert: „Die Reaktion der Anleger – das Zocken – an der Wall Street auf das Massaker in Las Vegas hat mehr als nur einen Hauch von Perversion“, wie Norbert Kuls in seinem Kommentar schreibt.