Wir kennen das: Alle Jahre wieder geht es zur Sache. Die betriebliche Weihnachtsfeier zu der die einen keine Lust haben, die anderen aber sich endlich mal wieder kostenlos den Bauch vorschlagen und betrinken dürfen. Ufert gerne aus so ein Fest. Die Gerüchteküche danach ist einerseits unerträglich, andererseits kolossal unterhaltsam. Gehts eigentlich noch oder geht das auch anders?

Kürzlich bin ich auf die naheliegende Idee gestoßen, das Betriebe ihre Weihnachtsfeiern auch ganz anderes ausrichten können. In der Regel machen das ja die lieben Kollegen, also die Mitarbeiter selber und so gönnen sie sich ganz demokratisch eine Charity-Projekt überlegen. Das macht viel Spaß und Freude, die lange anhält und vor allem macht es Sinn. Die Anregung dazu sah ich im entsprechenden Blogbeitrag im Otto Office Blog. Find ich gut.

Dort sind einige Ideen aufgeführt, aber es gibt eine Menge mehr, wenn man etwas nachdenkt. Dabei geht es, zumindest aus meiner Sicht, darum, vor Ort etwas zu tun und alle Kollegen zu beteiligen. Und dabei eher nicht, sonstwo auf der Welt zu helfen, obwohl das natürlich auch in Ordnung ist.

Am besten gefiel mir die Idee eines Nachmittags im Seniorenheim. Einige Kitas und ihre Kinder machen es vor. Warum aber nicht Erwachsene? Weshalb nicht Betriebe, Unternehmen, Belegschaften? Gerade zu Weihnachten. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass man auch unter den Senioren Kandidaten finden wird, mit denen man sich zünftig zur Gans betrinken kann. Aber man hat wenigstens eine gute Tat vollbracht.

Denn es gibt viele Alte, die keine Angehörige mehr haben oder welche, die selbst an Weihnachten nicht vorbei kommen. Da wäre es doch wirklich eine tolle Sache, die nächste betriebliche Weihnachtsfeier in ein Altenheim zu verlegen. Sieht man gleich, wohin die Reise geht und geht hinterher vielleicht etwas pfleglicher mit sich und den Kollegen um. So träume ich jedenfalls. Es ist ein Thema wie gemacht für einen kleinen Blog wie offline.me! Was meint ihr dazu?