Hier schreibt ein bekennender Social-Media-Hasser. Ich hasse die schöne Scheinwelt der neuen Medien, weil sie so euphorisch gehyped wird und ihre immer länger werdenden Schatten unterschlagen werden müssen. Denn natürlich sind diese Netzwerke in aller erste Linie dazu da, Profit zu machen. Die Masse, der viel beschworene Schwarm, arbeitet wie fleissige Bienen und die wenigen – meist in den USA ansässigen – Erfinder, Verwalter und Finanzieren, erwirtschaften gigantische, geradezu unchristliche Gewinne.

Und wie sie alle heißen: Google, Facebook, Twitter, Apple, Microsoft, Yahoo … und die gesamte Medienöffentlichkeit der deutschen Verlage natürlich auch. Obwohl sie dauernd jammern, befeuern sie ständig die lukrativen Themen rund um Netz, bekommen eine Menge Traffic und haben entsprechenden Einfluss auf die User und das Internet. Am Ende geht es nur noch ums Geld. Und die kritischen Stimmen, INNERHALB der besungenen Netzwerke sind wenige und kaum zu vernehmen. Ja, sie werden nicht wirklich ernst genommen. Denn, wie erwähnt, es wird viel Geld verdient mit diesem Irrsinn, der ganz offensichtlich eine neue Verhaltungssüchte erzeugt und von den eigentlichen individuellen und gesellschaftlichen Problem ablenkt.

Ich nehme an den sogenannten Sozialen Netzwerken – die so richtig gar nichts mit REALEN sozialen Tätigkeiten zu tun haben – teil, weil es zu meinem Berufsbild gehört. Ich verdiene mein Geld mit dem Internet. Um so besser kann ich die Sache beurteilen, auch wenn bestimmte Erfahrungen sehr subjektiv mit meinen blinden Flecken eingefärbt sind. Aber das wäre eine willkommene Unperferktheit in dieser schönen neuen Welt. Und etwas, das ich nicht weiter kommunizieren MUSS.